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Grundlagen & Methoden
Die Grundlagen & Methoden unserer Arbeit basieren auf dem Gedankengut
der humanistischen Psychologie. Die humanistischen Psychologie
etablierte sich zur Zeit der kognitiven Wende in den 60er Jahren. Sie
grenzt sich ab als die "dritte Kraft" in der Psychologie neben
der Psychoanalyse und dem Behaviorismus. Spontanität & Kreativität,
Freiheit & Verantwortung, Spiritualität & Leistung sind Attribute
des zugrundeliegenden humanistischen Menschenbildes.
Die Grundpostulate besagen:
- Das menschliche Wesen ist mehr als die Summe seiner persönlichen
Fähigkeiten & Fertigkeiten.
Dies besagt, dass jeder Mensch in seiner Ganzheit einzigartig ist. Wird
diese Einzigartigkeit gefördert, entsteht automatisch eine
hohe Motivation.
- Menschliches Existieren vollzieht sich in zwischenmenschlichen Beziehungen.
Der Mensch ist von seiner Natur aus ein soziales Wesen. Auch im beruflich
- sachlichen Kontext spielt der Beziehungsaspekt permanent eine
wichtige Rolle.
- Der Mensch lebt bewusst. Die Möglichkeit des bewussten Erlebens,
ist die Grundlage und Vorraussetzung dafür, menschliche Erfahrungen
überhaupt verstehen zu können. Dies wiederum ermöglicht
gezielte Verhaltenserweiterung im beruflichen Kontext.
- Der Mensch ist von sich aus in der Lage, zu wählen und zu entscheiden.
In seiner aktuellen Präsenz hat der Mensch die Möglichkeit
der Wahl und sich zu wandeln. Dies setzt einen gewissen Freiheitsspielraum
voraus und bindet den Menschen an die Verantwortung für
sein Tun.
- Der Mensch lebt zielgerichtet. Er strebt in seinem Leben nach Entwicklung
und bsitzt eine Selbstaktualisierungstendenz. Die Umwelt kann dabei
hinderlich oder förderlich sein. Gezielte Weiterbildung fördert
persönliches und infolgedessen betriebliches Wachstum.
Dieses Menschenbild ist die Präambel für den Personzentrierten
Ansatz nach Prof. Carl Rogers (1902-1987). Der Personzentrierte Ansatz
hat inzwischen eine interdisziplinäre und weltweite Präsenz,
die weit über die ursprüngliche Gesprächspsychotherapie
hinaus reicht.
Der Personzentrierte Ansatz ist letztendlich eine Grundhaltung
gegenüber dem Menschen. Damit hat er eine Dimension erreicht, die
nicht nur psychologisch, pädagogisch, politisch, wissenschaftlich,
religiös und philosophisch ist. Der Personzentrierte Ansatz hat eine
alltägliche Dimension für die zwischenmenschliche Kommunikation
im betrieblichen Kontext.
Daraus resultiert folgende Grundhaltung als Trainer & Coach:
- Empathie
Ich versuche, das, was mein Gesprächspartner sagt und zeigt, in
seinem Bezugsrahmen zu verstehen. Nicht wie ich es verstehe, sondern
wie er es versteht. Ich versuche, meine Einfühlung so zu richten,
dass ich so nahe wie möglich an die Art und Weise herankomme, wie
jemand in seiner Welt lebt.
- Akzeptanz
Ohne Bedingungen zu stellen, "leichtgläubig", akzeptiere
ich, wie es bei dieser Person ist. Das heißt nicht: einverstanden
sein. Aber trotzdem ist immer diese innere Haltung da: aha, so ist das
in dir entstanden, erzähl mir, ich will verstehen, worum genau
es geht.
- Kongruenz
Ich bin kein alter ego, kein Spiegel, keine Papageien - Karikatur, ich
habe Zugang zu meinem eigenen inneren Erleben, bin mit mir in Kontakt.
Mit dem, was in mir läuft in Bezug auf unser gemeinsames Projekt,
in Bezug auf unsere Beziehung. Ich bin selber Person, von Person zu
Person bin ich präsent, gegenwärtig.
... und so haben wir hohe Ansprüche an uns selbst:
Diese Grundlagen haben konkrete Auswirkungen auf unsere Seminare und
Beratungen.Nach unserem Grundverständnis für unsere Arbeit stehen
persönliche und inhaltliche und interpersonale Aspekte
gleichwertig nebeneinander. Die Arbeitsmethoden werden demzufolge der
jeweiligen Situation angepasst. Das erfordert von unseren TrainerInnen
ein hohes Maß an Flexibilität und an Methodenkompetenz.
Es ist uns wichtig, kognitives Wissen zu vermitteln, emotionales Erleben
zu ermöglichen und alternative Verhaltensweisen zu trainieren. Wenn
der ganze Mensch in den Lernprozess eingebunden ist, so bleibt
neu Gelerntes nachhaltig für den Einzelnen betrieblich und
auch persönlich nutzbar.
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